“Wolkenverhangen der Himmel ... wolkenverhangen meine Seele.”
“Was? Ähh... Ja.”
“Weißt du? Mir geht es nicht so gut.”
“Ja.”
“Weißt du. Ich sitze auf meiner Couch und denke darüber nach, dass das Leben endlich ist. Und das ist so seltsam. Das haben nicht alle Menschen oder? Ich meine diese Gedanken.”
“Nein.”
“Eben. Und dann sitze ich so da und denke darüber nach ... und ... naja... zum Beispiel die Julia aus meine Büro. Die kennst du doch oder?”
“Ja.”
“Die Julia ist strunzendumm. Die denkt bestimmt nie darüber nach.”
“Nein.”
Ich frage mich wo dieses Gespräch noch hinführen soll. Wird das eine beschränkte Diskussion über die Endlichkeit des Lebens oder soll schlichtweg gejammert werden. Nach dem Motto: Ich bin endlich. Was soll ich tun mit meinem Leben? Oder wird es dann doch ein Monolog über das Sterben an sich und in Gänze. Ausufernd in einem Zusammenbruch, der nicht nur von Tränen und Schluchzen, sondern auch von der Aussage: Ich will nicht mehr. Alles ist so schlimm, begleitet wird?
Ich sollte nicht so objektiv sein, denke ich. Das tut mir nicht gut. Und meinem Gegenüber auch nicht.
“Naja.”, sage ich nach einigem Zögern. “Ich habe Freunde, die bereits ihre Trauerrede geschrieben haben. Sie wollen ihre Angehörige damit später nicht belasten. Ich persönlich halte das für Schwachsinn.”
“Gut. Dann bin ich ja nicht der Einzige, der darüber nachdenkt.”
“Nein. Bist du nicht.”
Dienstag
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